Zecken und Mücken: Neues Informationsmaterial klärt über Gefahren auf

verfasst am 27.04.2026
Zecke AI

Zecken, Mücken und durch sie übertragene Infektionskrankheiten

Um über die gesundheitlichen Gefahren, die von bestimmten blutsaugenden Gliederfüßern wie Zecken und Mücken ausgehen, aufzuklären, hat die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) gemeinsam mit dem Sozialministerium Flyer sowie einen Erklärfilm erstellt. Darüber hinaus informieren sie auf ihrer Webseite über Zecken, die Asiatische Tigermücke und vektorübertragene Krankheitserreger in Sachsen.

Lebewesen, die Krankheitserreger von einem infizierten Wirt auf andere Tiere oder den Menschen übertragen, nennt man Vektoren. Dabei handelt es sich häufig um blutsaugende Gliederfüßer. Zu den vektorübertragenen Infektionskrankheiten zählen beispielsweise die zeckenübertragene Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Deutschland sind vor allem Zecken und zunehmend auch Stechmücken bedeutsame Vektoren. Globalisierung und Klimaerwärmung begünstigen die Ausbreitung eingeschleppter Vektoren und beeinflussen in komplexer Weise die Aktivität von Vektoren, ihren Wirtstieren und den übertragenen Krankheitserregern.

Im Dresdner Stadtteil Neustadt wurde 2024 erstmals in Sachsen die invasive Asiatische Tigermücke nachgewiesen. Sie kann tropische Krankheitserreger wie das Chikungunya-, Dengue- und Zika-Virus übertragen, die bisher in Deutschland nur bei Reiserückkehrern auftreten. Seit einigen Jahren kommt das wärmeliebende West-Nil-Virus in Deutschland vor, das durch heimische Mückenarten übertragen wird. Auch die Auwaldzecke hat sich in den letzten Jahren weiter in Deutschland verbreitet. Zusätzlich weist das Robert-Koch-Institut regelmäßig neue Landkreise als FSME-Risikogebiete aus.

Erklärfilm zur Asiatischen Tigermücke

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