Vom 23. März bis 15. April 2026 können sich zum ersten Mal Interessierte über die Landzahnarztquote für einen Studienplatz der Zahnmedizin für das Wintersemester 2026/2027 bewerben. Ziel ist es, dadurch mehr Zahnärzte für das Land zu gewinnen. Die Studienplätze werden über eine gesetzliche Vorabquote außerhalb des Numerus Clausus vergeben.
»Mit dem Start der Landzahnarztquote wird ein neuer Weg für angehende Zahnmediziner eröffnet, der die Versorgung im ländlichen Raum stärken soll«, erklärt Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen. »Meine Behörde führt bereits das Auswahlverfahren für die Landarztquote durch und nutzt diese Erfahrung jetzt auch für die Zahnmedizin. So hilft die Landesdirektion dabei, die medizinische Versorgung auf dem Land zu stärken. Das Bewerbungsverfahren läuft komplett digital über Amt24 und macht den Prozess deutlich einfacher.«
Die Bewerbung ist ausschließlich über die Plattform Amt24 möglich.
Neue Wege ins Zahnmedizinstudium
Mit der Landzahnarztquote erweitert der Freistaat Sachsen den Zugang zum Studiengang Zahnmedizin auch außerhalb des Numerus Clausus. Ab dem Wintersemester 2026/2027 werden 8,1 Prozent der Zahnmedizinstudienplätze über die Quote vergeben. Das entspricht im Jahr 2026 8 Plätzen. Bewerberinnen und Bewerber verpflichten sich im Gegenzug, nach dem Studium für mindestens zehn Jahre in einer sächsischen Bedarfsregion zahnärztlich tätig zu werden.
Studienorte sind Leipzig und Dresden.
Zweistufiges Bewerbungsverfahren
Die Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen ein zweistufiges Auswahlverfahren.
Erste Stufe: Bewertung nach festen Kriterien In der ersten Stufe werden fünf im Sächsischen Landzahnarztgesetz definierte Kriterien bewertet, die die Eignung und Motivation für die zahnärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum widerspiegeln:
Abiturnote
Ergebnis eines Studierfähigkeits- und Eignungstests
Vorherige Berufsausbildung oder Studium
Vorherige Berufserfahrung
Freiwillige oder ehrenamtliche Tätigkeiten
Für eine erfolgreiche Bewerbung müssen nicht alle dieser Kriterien erfüllt sein.
Zweite Stufe: Auswahlgespräch Erfolgreiche Kandidatinnen und Kandidaten aus der ersten Phase werden zu einem persönlichen Auswahlgespräch eingeladen.