Das Digitalisierungs-Förderprojekt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist in Sachsen erfolgreich umgesetzt worden. Der Freistaat gehört damit zu den ersten Bundesländern, die über eine einheitliche Softwarelösung für alle Gesundheitsämter verfügen. Damit ist Sachsens ÖGD nicht nur im Tagesgeschäft, sondern auch für Krisenfälle besser gewappnet.
Das Projekt ist Teil des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans, der durch ein Programm der Europäischen Kommission finanziert wird (NextGeneration EU). Mit diesen Mitteln setzte das Sozialministerium in enger Abstimmung mit den sächsischen Gesundheitsämtern der Landkreise und Kreisfreien Städte die umfassende Digitalisierung des ÖGD um. Es wurden eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet, Prozesse harmonisiert und eine moderne Fachanwendung für alle 13 sächsischen Gesundheitsämter entwickelt.
Konkret bedeutet dies, dass sowohl ein zukunftsfähiges Fachverfahren – also eine moderne Fachsoftware für die Gesundheitsämter mit allen notwendigen Tools und Schnittstellen – etabliert wird, aber auch einzelne Digitalisierungsmaßnahmen in den Gesundheitsämtern ermöglicht werden. Damit wird u.a. sichergestellt, dass Daten einheitlich und sicher erfasst und somit behördenübergreifend zugänglich gemacht werden. Dies erleichtert auch die Inanspruchnahme von Leistungen der Gesundheitsämter durch Bürger oder Unternehmen.
Als erstes Gesundheitsamt ist Görlitz bereits online gegangen und es werden erste Erfahrungen mit der neuen Software im Echtzeitbetrieb gesammelt. In den übrigen zwölf Gesundheitsämtern laufen die Vorbereitungen und sie werden kontinuierlich ebenfalls in den Echtzeitbetrieb der Software starten.
Die Ergebnisse des Projektes wurden den anderen Bundesländern auf Veranstaltungen, wie z. B. den Kongressen der Bundesvereinigung der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vorgestellt.