Wichtiger Schulterschluss
Die sächsischen Zielbildpartner, namentlich die sächsischen Kranken- und Ersatzkassen, die Krankenhausgesellschaft Sachsen, die Sächsische Landesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, sind erleichtert über die Verabschiedung des Doppelhaushalts 2025/2026 für die Gesundheitsversorgung durch den Sächsischen Landtag am 26. Juni. Nach intensiven Verhandlungen und zahlreichen Gesprächen konnte eine Einigung erzielt werden. Durch die konstruktive Zusammenarbeit der Landtagsfraktionen und die Mitwirkung der sächsischen Ministerien werden wichtige Weichen für die zukünftige Gesundheitsversorgung gestellt.
Die Rücknahme von geplanten Kürzungen im Vergleich zum ursprünglichen Haushaltsentwurf und die gezielte Aufstockung ausgewählter Vorhaben sichern zunächst die Handlungsfähigkeit. Diese Einigung ist ein bedeutender Schritt. Sie allein wird aber nicht ausreichen, um die strukturellen Herausforderungen im sächsischen Gesundheitswesen nachhaltig zu bewältigen. Um die dringend notwendige strukturelle Weiterentwicklung – insbesondere im Rahmen der anstehenden Krankenhausstrukturreform – wirksam voranzutreiben, braucht es mehr als Ankündigungen. Die Investitionsspielräume müssen jetzt mit konkreten Entscheidungen und verbindlichen Zusagen untersetzt werden, damit Versorgungsqualität, Erreichbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang gebracht werden können. Der neu geschaffene Sachsenfonds soll diese Spielräume ermöglichen. In welchem Umfang, bleibt abzuwarten. Gesetzliche Pflichtaufgaben müssen künftig wieder im Regelhaushalt abgebildet werden.