Klepsch Barbara 1 Bild Christian Hueller Jpg

Gesundheitsministerin Klepsch stellt umfangreiches Paket für die Pflege vor

Heute hat die sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch das „Pflegepaket“ der Staatsregierung vorgestellt. Es enthält 10 Punkte, die auch an die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission des Sächsischen Landtages anknüpfen.

Mit dem Paket sollen die Pflegekräfte deutlich gestärkt werden. Das Gesundheitsministerium wird deshalb den Sächsischen Pflegerat künftig finanziell fördern. Dafür wird der Aufbau einer Geschäftsstelle unterstützt. Weiterhin wird das Gesundheitsministerium den Führerscheinerwerb für Auszubildende und Pflegekräfte in der ambulanten Pflege finanziell fördern. Zudem sollen die rechtlichen Voraussetzungen für die Kommunen geschaffen werden, um Parkerleichterungen für ambulantePflegedienste zu ermöglichen. Weiterhin setzt sich Sachsen intensiv für einen einheitlichen Tarifvertrag aller Pflegekräfte beim Bund ein.

Darüber hinaus soll für die pflegenden Angehörigen ein Landesnetzwerk aufgebaut werden. Damit werden Angehörige besser beraten, unterstützt und können sich austauschen.

„Wir haben mit dem Pflegepaket zahlreiche Forderungen aus den Pflegedialogen und dem Enquete-Bericht zur Pflege aufgenommen und ich bin sicher, dass wir damit zu spürbaren Veränderungen kommen. Es geht darum, neue Wege in der Pflege zu ermöglichen, pflegenden Angehörigen den Rücken zu stärken und der Gefahr der Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken. Letztlich sollen alle aufgeführten Bausteine den Pflegebedürftigen selbst zugutekommen“, so Ministerin Barbara Klepsch abschließend.

Darüber hinaus entwickelt das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Pflegeschülern eine Imagekampagne, damit die gesellschaftliche Bedeutungvon Pflegeberufen stärker ins Bewusstsein gelangt.

Das „Pflegepaket Sachsen“ ist im Internet unter www.pflegepaket.sachsen.de abrufbar.

Dazu sagt der pflegepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Patrick Schreiber: „Ich freue mich sehr darüber, dass Sozialministerin Klepsch, dieses Pflegepaket nun auf den Weg gebracht hat. Es beinhaltet wichtige Vorhaben, um die Situation der Pflege im Freistaat Sachsen schnellstmöglich zu verbessern.“

Schreiber betont: „Dieses Paket zeigt, dass Politik auch schnell handeln kann. Denn der Ergebnisbericht der Enquete-Kommission wurde gerade mal vor ungefähr drei Monaten im Landtag vorgestellt.“

„Ich begrüße besonders, die Initiative der Staatsregierung, sich auf Bundesebene für eine Umgestaltung der Finanzierung der Pflegeversicherung stark zu machen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Pflege im Alter für jeden bezahlbar bleibt. Dazu können beispielsweise Obergrenzen für Eigenanteile beitragen“, so der CDU-Pflegeexperte.

Schreiber: „Auch die bereits begonnene stärkere Beachtung der pflegenden Angehörigen ist eine wichtige Säule, damit unsere Senioren in Würde und selbstbestimmt alt werden können. Das vorgesehene Landesnetzwerk ist ein erster richtiger Schritt, um den pflegenden Angehörigen eine Stimme zu geben.“

„Über das Paket hinaus gibt es auch weitere kleine Möglichkeiten, die Pflege in Sachsen zu verbessern. Zum Beispiel müssen die Richtlinien für Nachbarschaftshelfer und Alltagsbegleiter besser aufeinander abgestimmt werden“, fordert Schreiber.

Quelle: Pressemitteilungen der CDU Fraktion in Sächsischer Landtag und SMS