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Umweltministerkonferenz spricht über den Einsatz von Kunststoffen

Umweltminister sprechen sich für durchdachten Umgang mit Kunststoffproblematik aus

Im Rahmen der Umweltministerkonferenz hat Sachsens Umweltminister für einen durchdachten Umgang mit der Problematik des Kunststoffthemas geworben. So machte er deutlich, dass das Vorgehen gegen Kunststoffe nicht dazu führen dürfe, dass die Entwicklung innovativer Technologien, die viele Vorteile für die Umwelt bringen, verhindert wird. Er lehne daher das Verbot von Carbonfasern ab. „Zum einen sind Verfahren zur

Rückgewinnung und Verwertung von Carbonfasern bereits entwickelt. Zum anderen ist der Einsatz von Carbonfasern der Schlüssel für viele ausgesprochen nützliche Innovationen, die einen elementaren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur Ressourcenschonung leisten.“ Schon heute sind carbonfaserverstärkte Werkstoffe aus der Luft- und Raumfahrt oder beim Bau von Fahrzeugen wegen ihres geringen Gewichts sowie ihrer dennoch ausgesprochen hohen Festigkeit und Steifigkeit nicht mehr wegzudenken. Auch im Bauwesen werden Carbonfasern als Bewehrung von Betonbauteilen verwendet. „Materialien aus Carbonfasern sind aber nicht nur um ein Vielfaches leichter als herkömmliche Werkstoffe, ihre mechanischen Eigenschaften erlauben auch neue Funktionen. Zudem wird die Herstellung von Kohlenstofffasern aus nachwachsenden Rohstoffen intensiv erforscht. Diese Entwicklung sollte auf keinen Fall erschwert werden“, so Schmidt weiter.

Der Minister begrüßte die Einigung der Länder zu einer Ausweitungder Pfandpflicht für Getränkedosen sowie für Einwegflaschen ausKunststoff. „Die unterschiedliche Behandlung schafft Verwirrung. Es ist niemandem zu erklären, warum auf Kunststoffflaschen für Bier oder ColaPfand bezahlt werden muss, wenn sie Saft enthalten dagegen nicht. Hiersollten die Regeln einfacher werden“, so der Minister. „Außerdem bietetsich ein einheitliches Pfandsystem auch aus Umweltgesichtspunktenregelrecht an. Wenn Getränkedosen und Kunststoffflaschen nicht imRestmüll oder im gelben Sack landen, bleiben die Stoffe sortenrein undkönnen so leichter recycelt werden.

Quelle: Pressemitteilung des SMUL