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Gleichberechtigung auch beim Unterhalt

Die neue Unterhaltstabelle und was wir künftig ändern sollten

Die „neue“ Düsseldorfer Tabelle (DTB) wurde veröffentlich. Sie wird erstellt vom Oberlandesgericht Düsseldorf in Abstimmung mit anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag. Danach erhöht sich der Kindesunterhalt ab 1. Januar 2019 moderat. Der notwendige Eigenbedarf - Selbstbehalt - bleibt nun schon seit 5 Jahren gleich.


Demnach bleiben einem voll berufstätigen Unterhaltspflichtigen vielfach nur 1080€.

Dieser Eigenbedarf von 1080€ für Erwerbstätige, 880€ für Nichterwerbstätige – „Selbstbehalt“ – muss dem Unterhaltspflichtigen in jedem Fall bleiben. Er ist zu niedrig, entspricht nicht mehr der Preisentwicklung. In den 1080 EURO ist ein Betrag für Wohnen von 380 EURO vorgesehen, dass dies zu niedrig angesetzt ist, dürfte einleuchten. Inzwischen wurde der Kindesunterhalt fünfmal angehoben, der Selbstbehalt jedoch jahrelang nicht mehr.

Zahlbeträge

Die Zahlbeträge - das ist der DTB-Betrag minus halbes Kindergeld - weisen aus, welchen Betrag der Unterhaltspflichtige jeweils an sein Kind überweisen muss. Die Regelungen zum Kindesunterhalt nach Trennung und Scheidung sind jedoch so strukturiert: Ein Elternteil betreut – meist die Mutter, der andere zahlt – meist der Vater. Diese strikte Rollenabgrenzung entspricht aber nicht mehr der Lebensrealität. Immer öfter trifft man auf einen Status des gemeinsamen Getrennterziehens, der in sich wiederum sehr differenziert ist. Verschiedenste Regelungen, bei denen das Kind wochenweise oder an bestimmten Wochentagen zwischen den Eltern wechselt, sind an der Tagesordnung. Daher müssen die Zahlbeträge angepasst werden.